Donnerstag, 16. Februar 2017

Alltagsbegleiter Zirkeltasche

Nach den Totenköpfen von Dienstag machen wir einfach mal damit weiter. Diesmal allerdings für mich. Den Stoff habe ich letztes Jahr im Frühjahr bei Tante Hilde entdeckt und wusste sofort, dass daraus die Taschenklappe für meine Zirkeltasche wird. Leider war mein Frühjahr etwas turbulenter wie geplant und so konnte ich den Taschen Sew Along für die TS3 nicht mitmachen. Trotzdem nähe ich mich so langsam durch die Taschen durch. 

Mit den Totenköpfen und dann noch dem tollen Taschenstoff Rom von Farbenmix, habe ich mir meine derzeitige "ich bin immer dabei" Tasche genäht. 


Zuerst war ich doch skeptisch ob die Größe so passend ist, aber was soll ich sagen: alles wichtige ist dabei. Sogar Bellas Gummiknochen zum spielen für Spaziergänge findet seinen Platz. 


Da ich den Stauraum in der Taschenklappe nicht haben wollte, habe ich sie ohne Reißverschluss genäht und stattdessen eine Paspel eingesetzt. So konnte ich dann auch einen Drehverschluss statt eines Magnetverschlusses einsetzen. 


Zu nähen ist die Tasche wirklich sehr einfach und schnell. Eigentlich ein tolles Basicteil. Von dem Taschenstoff bin ich immer wieder mehr wie begeistert. Meinem Schatz habe ich vor fast 3 Jahren auch einen Fotobella aus dem Stoff genäht und er hat sie seitdem fast täglich im Einsatz. Man sieht es ihr nicht an. Auch meine Geldbörse begleitet mich seit 2 Jahren (und wird in den letzten Monaten sehr gerne von Bella in die Kantine getragen) und sieht noch aus wie neu. Jepp, ich bin begeistert. Die Zirkeltasche habe ich schon im letzten Sommer genäht und seitdem fast täglich im Einsatz. Die Bilder sind vor 2 Wochen entstanden und man sieht ihr den Gebrauch nicht an. 
Wie gut dass ich noch einiges davon zu Hause habe! 

Durch Zufall habe ich das tolle, richtig feste, Baumwoll-Gurtband bei Karo und Streifen gefunden. Eigentlich hatte ich es einfach so mitgenommen und dann passte es perfekt zu meiner Tasche. 


Auf der Rückseite habe ich etwas gepennt beim nähen. Das kommt davon wenn man eh weiß wie es geht. *räusper* An den Reißverschluss-Enden gehört eigentlich nich ein Stoffstück, damit der Reißverschluss nicht in die Seitennaht geht. Das habe ich erst gemerkt als ich das Webband darüber schon dran hatte. Da hatte ich auch keine Lust mehr zu trennen. So geht es also auch. 


Das Webband hat eine bewegte Geschichte bei uns. Ich habe es mir vor einigen Jahren gekauft und zum bewundern zunächst auf den Esstisch gelegt. Luxi (unser verstorbener Kater) hat es auch sehr bewundert und zum spielen dann wohl entführt. Es war auf jeden Fall weg und wir haben die Wohnung auf den Kopf gestellt, aber nie wieder gefunden. Erst als wir letztes Jahr das Arbeitszimmer komplett neu gemacht haben, haben wir es hinter einem der Schränke wiedergefunden. Ich glaube nach 2-3 Jahren. Jaja, es kommt nix weg, es liegt einfach nur woanders. 


Innen habe ich wieder die bewährten Tischläufer genommen. Der Stoff ist so schön stabil und passte farblich perfekt zu den Totenköpfen. 
Wie ihr sehen könnt, passt das Go´nJo perfekt rein und dadrunter befindet sich noch meine Geldbörse, Taschentücher und ich glaube auch Bellas Gummiknochen. 


Mit meiner derzeitigen Lieblingstasche geht´s heute mal wieder zum RUMS. 

Eure Micha

Schnittmuster: Zirkeltasche aus der Taschenspieler CD 3 von Farbenmix
Verlinkt bei: RUMS; TT

Dienstag, 14. Februar 2017

Nähen für den Mann - jErik

Ich habe ja schon öfter berichtet, dass mein Schatz Bestellungen bei mir abgibt. Bisher war das ehe auf Taschen bezogen. Aber so langsam kommt er immer mehr auf den Geschmack selbstgenähte Kleidung zu tragen und so habe ich ihm letzten Herbst auch endlich seine Fleecejacke "Jerik" genäht. 

Endlich deswegen, weil Schnitt und Stoff bereits ein Jahr bei mir schlummerten. Eigentlich viel zu Schade, denn die Jacke ist toll. 


Der Stoff ist ein Duoble-Fleece von Michas Stoffecke. Passend zur Innenseite habe ich die Zutaten ausgesucht. Der Reißverschluss ist dunkelblau und hat silberne Zähnchen. Damit die Taschen den gleichen Reißverschluss haben, habe ich da einfach kurze gekauft. Nur konnte ich dann nicht mehr drüber nähen, da es zu dick ist. So habe ich ihn per Hand verriegelt. 


Innen zeigt sich das Geheimnis der Jacke. Mein Schatz ist ein Seeräuber. Da muss doch der Totenkopf ganz frech aus der Jacke schauen. 


Für die Zipper habe ich auch noch die kleinen Bommel gekauft. Wie heissen die eigentlich? Also die, wo man den Reißverschluss leichter mit auf bekommt. 


Chic finde ich an dem Schnitt die Rückenansicht. Die obere Teilung lädt dazu ein sie zu betonen. Leider war die dunkelblaue Gummipaspel ausverkauft, deswegen habe ich das gleiche elastische Einfassband genommen, was ich auch für den Kragen und den Armsaum genommen habe. 


Dazu noch ein kleines Label für den Seeräuber! 


Wie gesagt habe ich den Kragen und den Armsaum mit dem elastischen Einfassband gesäumt. Perfekt sieht das noch nicht aus, aber ich glaube das braucht einfach Übung. 


Meinem Schatz gefällt die Jacke auf jeden Fall und trägt sie ständig. Ein Segen macht das auch der Fleece gut mit, denn der hat sich trotz der vielen Wäschen nicht verwaschen.Es ist aber eine gute Alternative zum Bündchen oder umschlagen. 


Die nächsten Wünsche stehen schon an und wurden sogar auch schon umgesetzt, also wird es demnächst wohl auch öfter mal Männerbekleidung bei mir  zu sehen geben. 

Eure Micha

Schnittmuster: jErik  von Prülla
Verlinkt bei:  HOTCreadienstagDienstagsdinge

Donnerstag, 9. Februar 2017

Winterfest mit MaLova

Es ist nicht so, als wenn ich euch meine Malova nicht zeigen wollte.Genäht habe ich sie doch tatsächlich bereits im November 2015. Eher im Gegenteil, aber irgendwie war der Winter letztes Jahr auf einmal zu Ende und ich hatte keine Bilder gemacht. Ne Winterjacke im Frühling oder Sommer zu fotografieren wollte ich dann auch nicht. OK, dann aber im Herbst. Irgendwie war dann das Licht schlecht und auf einmal war es schon so früh dunkel. 
Was würde meine Freundin sagen: "ja ich weiß, das Buch der Ausreden ist voll!" Deswegen habe ich den letzten Spaziergang mit meinem Schatz genutzt und ein Bilder gemacht. 

Hier isse nu, meine Malova aus Softshell und mit selbst gestepptem Futter. 


Ich habe mich für Softshell für außen entschieden. Es war aber gar nicht so einfach einen passenden zu finden, denn es gab fast nur dunklen oder knatschebunten Softshell. Ich wollte aber beigen haben. Die meisten Winterjacken sind immer dunkel. Ist ja schön wenn man den Dreck nicht sieht, aber mich sieht man im Dunkeln auch nicht. Ich finde es reicht, wenn ich die anderen nicht sehe, dann soll man mich besser wahrnehmen können. 
Fündig bin ich dann bei Alles für Selbermacher geworden. 


Ein wenig Respekt hatte ich schon vor dem Stoff, das hat sich als ganz unbegründet erwiesen. Respekt hatte ich auch vor dem Schnitt. Gekauft habe ich ihn bereits über ein Jahr zuvor, Ich habe so schöne Versionen gesehen. Aber als ich dann die Anzahl der Teile sah,  habe ich erst einmal geschluckt. Deswegen habe ich dann in Langenfeld bei Karo und Streifen einen Nähkurs mit der lieben Martina gemacht. Meine Liebe, es hat so viel Spaß gemacht diesen Mantel mit dir zu nähen! 


Da ich ein Steppfutter geplant hatte, habe ich den Mantel in Größe 42 zugeschnitten. Normalerweise würde wahrscheinlich 40 reichen. 



Toll an dem Schnitt finde ich die schöne große Kapuze und dass man den Reißverschluss wirklich gut nach oben schließen kann. 


Nochmal zurück zum Thema Sichtbarkeit um Dunkeln. Ich frage mich wirklich immer wieder warum die Bekleidungsindustrie für Kinderjacken so viele tolle Ideen hat um Reflektorstreifen einzubauen. Bei uns Erwachsenen scheint das nicht möglich oder egal zu sein. Warum? es ist doch genauso wichtig uns zu sehen! Meine gekauften Jacken kann ich (bisher) leider nicht nachrüsten,  aber meine Malova habe ich direkt so geplant und habe Reflektorpaspeln eingenäht. 


Eingenäht habe ich sie an den Taschen....



In der Rückennäht....


Und in der Kapuze... aber davon habe ich leider kein Foto mehr gemacht. 

Damit es so richtig schön kuschelig sollte meine Maova auch sein und so wollte ich sie füttern. Für einen Wintermantel durfte es auch ein wenig mehr Futter sein. So habe ich mir Baumwollstoff gekauft und Volumnevlies (keines zum aufbügeln). Und dann habe ich schön brav alles abgesteppt....


Damals noch ohne Obertransport oder Führungsschiene. Also alles schön einzeichnen mit eine großen Geodreieck und langsam steppen. Allerdings habe ich auch gelernt, dass man zuerst den Stoff steppen sollte und dann zuschneiden, da sich das ganze zusammenzieht. Jepp, das habe ich erst hinterher erfahren. Aber es hat trotzdem alles sehr gut geklappt und mein Mantel ist wirklich kuschelig warm für den Winter. 

Noch kann ich ihn wirklich gut anziehen, trotzdem hoffe ich, dass es bald etwas wärmer wird. Ich mag keine Kälte und Nässe mehr. 

Eure Micha

Schnittmuster: MaLova von Kibadoo
Verlinkt bei: RUMS

Donnerstag, 2. Februar 2017

Warme Ohren - Mütze Michele

Ich mag es so gar nicht , wenn es an meinen Ohren zieht. Je nachdem wies es dann zieht bekomme ich auch ganz leicht Ohrenschmerzen. Ok, dann einfach mal ne Mütze anziehen... ha, wenn das bei meiner komischen Kopfform doch so einfach wäre. Damit die Mütze auch die Ohren warm hält, müsste ich sie mir fast bis in die Augen runter ziehen. Wenn ich sie normal trage, dann gucken meine Ohren irgendwann raus, weil sich die Mütze nach oben gearbeitet hat. Ich frage mich wirklich ob ich eine so merkwürdige Kopfform habe, denn auch Stirnbänder und Haarbänder halten bei mir so gar nicht und rutschen am Hinterkopf einfach oben. Das finde ich echt lästig. Zudem habe ich auch noch einen recht großen Kopfumfang, ich glaube ich mache meinem Schatz da schon Konkurrenz. 

Ich habe schon einige Beanies genäht - die es aber lieber nicht auf den Blog geschafft habe, da sie bei mir nicht ganz so toll aussehen wie erhofft. 

Ob nun Michele wirklich top aussieht ist mir aber gerade vollkommen egal. Denn sie hat Ohrenklappen und hält dieselbigen warm! OHNE RUTSCHEN!!!!!!!


Ich glaube ich finde sie auch ziemlich lustig. Hat sowas von Schlafmützen die man früher trug oder wie mein Schatz meinte, dass tragen doch auch Kirchenleute. 


Innen habe ich die Reste von meinem Sherpa-Fleece verarbeitet. Da er aus Baumwolle ist schwitze ich auch nicht unter der Mütze und er wärmt ganz toll. Als Oberstoff habe ich die Reste eines Viscosejersey genommen. 


Die Bommel musste einfach sein, sonst sah es wirklich sehr nach Schlafmütze aus. Die Anleitung dazu ist auch im Ebook enthalten und geht wirklich ganz einfach und macht was her. Und vor allem mit Sicherheit kein Kaninchenfellbommel, also ganz vergan (glaube ich - für Baumwolle und Viscose sterben keine Tiere soweit ich weiß). 


Ich bin glücklich mit meiner Ohrenklappen-Bommel-Mütze. Sie wird bestimmt nicht lange alleine bleiben, denn warme Ohren brauche ich immer. 

Eure Micha

Verlinkt bei: RUMS 

Dienstag, 31. Januar 2017

Rolling Stone - mein Jahresquilt

Seit fast 2 1/2 Jahren möchte ich mit dem Patchworken anfangen. Kleine Anfänge habe ich schon gemacht, als ich mich an das Chevron Kissen nach der Anleitung von Gesinde (Allie an me) getraut habe. Uiuiui.... ich erinnere mich noch wie schwer ich mich getan habe die Dreiecke passend zusammen zu nähen und dann auch noch nachher zu begradigen. Damals noch ganz ohne passende Linieale. 

Dann kam die Anleitung von Katharina (Greenfietsen) für das Triangel Kissen. Ein aus 60° Dreiecken bestehendes Pacthworkkissen. Yeah... das hat so viel Spaß gemacht, dass ich es direkt 3x genäht habe. Hier meines und das meiner Mum. Das dritte hat meine Tante bekommen, aber ich habe vergessen Bilder zu machen. 

Damit ich auch technisch gesehen sehr gut ausgestattet bin und allen Anforderungen gewachsen bin, habe ich mir zu Beginn letztens Jahres eine neue Nähmaschine gekauft die auch für Patchwork und Quilting ausgestattet ist. 

Tja, und doch habe ich es einfach nicht geschafft meine zauberhaften Jelly Rolls zu verarbeiten und mich einfach mal an das Thema ran zu setzen. Bis ich Ende Dezember auf dieses Logo stieß:



Für alle die es nicht mitbekommen haben: unter diesem Titel haben sich 6 Frauen zusammengetan und bringen jeden Monat eine Anleitung für einen Patchwork-Block heraus. Am Ende des Jahres werden diese dann zusammengesetzt und zu einem Quilt verarbeitet. Und das alles wird begleitet von vielen Tipps und Beiträgen (auf Facebook oder auch auf den einzelnen Blogs) , die mir schon zu Anfang viel von meiner Angst genommen haben. 

Ich bin so dankbar für diesen QAL. Endlich bekomme ich meine Patchworkdecke. 

Was allerdings gar nicht so leicht war, das war die Auswahl der Stoffe und wie ich mir meinen Quilt überhaupt vorstelle. Denn ich weiß ja nie wie die anderen Blöcke aussehen -wie soll man da denn planen? Nach einigem grübeln habe ich mich entschieden einen Regenbogen-Quilt zu machen. Jeder Monat soll seine eigene Farbe bekommen. Im Januar habe ich mit gelb angefangen. Ohje... was für eine Farbe! Da das passende zu finden ist nicht einfach, vor allem wenn man sich vornimmt nur Stoff aus den bestehenden Vorräten zu nehmen. Aber ich habe es geschafft. Das ist die erste grobe Auswahl für die erste Reihe also die ersten 3 Blöcke gewesen. 


Dann ging es in die Feinauswahl für den ersten Blog Ich habe mir  überlegt, dass ich immer einen Stoff aus dem Vormonat auch im nächsten Monat rein nehme. So soll sich ein roter Faden durch den QAL ziehen. 

Das war dann die Planung für Januar:


Beim zuschneiden habe ich dann noch einmal aussortiert und so sollte das ganze dann aussehen:


Den Planungszettel gibt es auch beim QAL und vereinfachen das planen ungemein. So sah dann mein fertiger Block nachher aus:


Ich habe ihn ein wenig verändert und die mittleren Quadrate nicht 2-farbig gemacht. So 100%ig bin ich noch nicht sicher ob er mir so gefällt, aber ich lasse ihn so stehen. Mal sehen was im nächsten Monat kommt. Ist ja ein Segen schon morgen!


Ich fand es so spannend zu sehen wie das Muster aufgebaut ist und schön man mit den Stoffen spielen kann.  So richtig stolz bin ich darauf, dass die Eckpunkte sich alle sehr gut treffen. 


Morgen geht es weiter mit dem Februar Block und ich bin schon ganz gespannt. Aber erst einmal schicke ich meinen Rolling Stone zur Sammlung bei Dorthe

Eure Micha

Schnittmuster: Rolling Stone